Pferdesporttage 2011

Trotz misslichen Wetterbdingungen konnten die Pferdesporttage 2011 vor allem Dank des vollen Einsatzes aller Helfer und Helferinnen erfolgreich durchgeführt werden.

Lediglich die R100/105 Prüfungen am Sonntagmorgen mussten abgesagt werden. 

 

Bericht St. Galler Tagblatt Pferdesporttage 2011

Eine Nachwuchsreiterin zeigt auch bei tiefem Boden ihr Können (Bild: kä.)

Trotz durchnässtem Boden erlebten am Wochenende in Häggenschwil viele Zuschauer spannenden Reitsport. Wenige Prüfungen mussten wegen der Regenfälle abgesagt werden.

 

Rudolf Käser

 

Häggenschwil. Bereits am Freitag lockte das Vereinsspringen viel Publikum auf den Reitplatz im Rohrenmoos in Häggenschwil. Und auch das Programm am Samstag gefiel vielen Reitsport-Interessierten. Insbesondere das Dragoner-Championat, das traditionell in Uniform geritten wird, weckte nostalgische Gefühle. Am meisten Applaus erhielt das Schwadron 72, welches in der Region stark verankert ist.

«Die ersten zwei Tage verliefen sowohl sportlich wie auch vom Besucheraufmarsch her erfreulich», bilanzierte OK-Präsident Roland Eigenmann gestern vormittag.

 

Warten hat sich gelohnt

Allerdings mussten Eigenmann und seine Helfer schon an den ersten beiden Tagen einiges unternehmen, damit trotz des nassen Bodens geritten werden konnte. Dennoch verschlechterten sich dann die Verhältnisse zunehmend. Denn in der Nacht von Samstag auf Sonntag regnete es nochmals stark. «Am Sonntagmorgen um sieben Uhr rechnete niemand mehr damit, dass heute nochmals geritten werden kann», sagte Eigenmann. Die Sonne zeigte sich zwar auch im weiteren Verlauf des Tages kaum, der Parcours blieb aber vor weiteren Regenfällen verschont. Um den Boden zu schonen, hat das Organisationskomitee die Prüfungen am Sonntagvormittag, insbesondere auch die «Trainwägeliprüfung», ausfallen lassen. Das Warten und Hinauszögern der Prüfungen hat sich dann schliesslich gelohnt. Denn am Sonntagnachmittag konnte wieder geritten werden. Mit einem eindeutigen Ja der Equipenchefs für den OKV-Juniorenvereinscup erhielt der Nachwuchs des Reitsports grünes Licht. Der Boden blieb zwar weiterhin tief, die Prüfungen am Sonntagnachmittag konnten aber unter regulären Bedingungen ausgetragen werden.

 

Den Helfern sei Dank

Die Veranstalter hatten an allen drei Wettkampftagen mit den Wetterbedingungen zu kämpfen. Nur dank des grossen Einsatzes ist es dem Kavallerie- und Reitverein Häggenschwil-Muolen und Umgebung gelungen, fast das ganze geplante Programm durchzubringen. «Ohne die engagierte Leistung der rund 60 Helferinnen und Helfer wäre es nicht möglich gewesen, den Anlass bei diesen Bedingungen durchzuführen», sagte Roland Eigenmann.

Bericht des OKV Pferdesporttage 2011

Kerstin Koch (Donzhausen) mit Corleone vom Reitverein Amriswil, Sieger des Juniorencup.

Matthias Eigenmann (Muolen), Mitglied der Equipe des Reitverein Häggenschwil (Fotos: Uschi Dietsche)

Flexibles OK und pferdebegeisterte Bodenbesitzer machten trotz Wetterkapriolen ein Turnier möglich. So konnten die drei Tage Pferdesport unfallfrei und ohne unschöne Bilder über die Bühne gehen.

 

von Uschi Dietsche

OK Präsident Roland Eigenmann und sein Team freuten sich ab dem guten Anfang am Freitag. Die B70 waren für viele Reiterinnen und auch Pferde die ersten Starts bevor es im Anschluss an die Vereinsmeisterschaft ging. Die Springprüfungen mit zwei Umgängen und einem Stechen wurden zwar von Kilian Hauptlin gewonnen, Vereinsmeister wurde aber Thomas Meili Muolen mit seinem Pferd. Zur Vereinsmeisterschaft wird hier nämlich auch noch das gesellige dazu gewertet und wer am meisten aber mindestens über 50% der über 20 Vereinsanlässe besucht, kriegt Extrapunkte. Ein sehr kleines Feld machte den Anfang am Samstagvormittag. Die R/N110 waren fair gebaut und das nutzte Doppelsiegerin Brigitte Kousz aus Bülach mit Le chou chou vor Xaver Fäh Andwil und Thomas Blatter Sulgen. Sehr grosszügig war auch der Entscheid, an einer der beiden Prüfungen alle Nullfehlerritte zu rangieren. Die wetterfestesten Kämpfer waren die Brevetierten Reiterinnen und Reiter danach. Am erfolgreichsten ritt Simone Willi Altstätten mit Neax. Nur knapp verpasste sie einen Doppelsieg. Danach sah man nur noch Männer in grün. Lauter Dragoner oder ehemalige Militaristen stiegen auf‘ s Pferd und überwanden in flüssigem Tempo die Sprünge. Auch hier verpasste Philipp Schmid nur knapp einen Doppelsieg. Hoch her ging‘ s danach im Festzelt, waren Unterkünfte für Pferd und Reiter organisiert.

Der Dauerregen in der Nacht stellte ein neues Problem. Der OK Präsident wurde aber dank Jimmy Gemperli, dem Landbesitzer etwas beruhigt. Er stellte kurzerhand noch mehr Boden zur Verfügung, dass ein neuer Abreitplatz geboten werden konnte und der Springplatz vergrössert, so dass den schlimmsten Stellen ausgewichen werden konnte. Die R/N 100 wurden ebenso wie das Plausch Fahren abgesagt, um den Boden für den anschliessenden OKV Juniorencup zu schonen. Nicht wie böse Zungen zu sagen wagten „ Den R-Reitern mutet man den Boden nicht zu aber uns schon“ Einzig zu ihren Gunsten wurden einige finanzielle Einbussen der Festwirtschaft in Kauf genommen. Das ist ein grosses Danke wert und nicht böse Worte. Beim Eintreffen der 13 Equipenchefs wurde dann abgestimmt. Der RV Biessenhofen hätte die Möglichkeit geboten an ihrem Turnier den OKV Juniorencup durchzuführen. Alle Equipenchefs hielten aber am Start fest und so ging es nach der Einlaufprüfung, die mit viel Vorsprung von Tina Müller Schönholzerswilen gewonnen wurde, mit dem OKV Juniorencup los. Die ersten drei rangierten Equipen waren alle Fehlerlos und so entschied die Zeit. Am schnellsten die drei Amazonen und Lorenz Honold vom Reitverein Amriwsil. Die zwei Parcoursbauer mit ihren Helfern hatten die Höhe und die Linien den Verhältnissen perfekt angepasst und nach der halben Prüfung mit zahlreichen Helfern alle Sprünge um zwei Meter versetzt, die schönen Runden der Junioren bestätigten die Bemühungen von allen.

Fotos Dragonerchampionat Pferdesporttage 2011